Mittwoch, 26. September 2012

Tansania!


Habari!

Erst jetzt finde ich die Zeit, euch von meinen ersten Eindrücken und Erfahrungen aus Tansania zu berichten.
Wir hatten einen super Flug und waren dennoch froh, endlich in Dar es Salaam angekommen zu sein.

Wir wurden freundlich von Sr. B. aufgenommen und ich kann mich wirklich nicht über mein Einzelzimmer, mit WC und Dusche beschweren.

Bereits in Deutschland wurde versucht, uns auf die tansanische Gelassenheit vorzubereiten. Ich war jedoch sehr entsetzt, dass es wirklich alles mindestens 3x solange dauert wie in Deutschland. So kann eine KURZE Fahrt zur Immigration schon mal 3 Stunden dauern … dafür habe ich nun mein Visum.

Auch wenn ich hier für tansanische Verhältnisse wirklich luxuriös lebe, ist schon einiges gewöhnungsbedürftig. Es ist ein komisches Gefühl, wenn man um 21.00 unter der Dusche steht und plötzlich geht das Licht aus, da der Generator abgeschaltet wurde. Mittlerweile habe ich mich aber daran gewöhnt, sowie an einige andere Dinge.

 



 
Es fällt mir schwer, mich hier wirklich einzuleben, da ich weiß, dass ich in ein paar Tagen noch eine 8-stündige Busfahrt nach Mtwara vor mir habe. Wenn ich dann endlich meine ganzen Fotos, Abschiedsgeschenke und alles andere auspacke, werde ich mich sicher wohler fühlen.




Es ist ein tolles Gefühl, das Lächeln der Kleinen zu sehen und allein dieser Anblick bestätigt mir, dass es richtig ist, dass ich hier bin. Momentan befinden wir uns noch bei Sr. B. in Dar es Salaam, genau genommen Chamazi. Gegenüber von unserer Unterkunft ist eine Montessori-Schule inklusive Kindergarten. Es ist toll, neben dem Sprachkurs noch Zeit zu finden, um die Kinder zu besuchen. Sie freuen sich sehr, wenn wir mit ihnen singen, klatschen und tanzen.

Bis dahin werde ich noch die restlichen Tage in Chamazi genießen, bevor ich dann voller Vorfreude die vorerst letzten Kilometer meiner langen Reise antreten werde.

Freitag, 7. September 2012

1. Lebenszeichen

WOW - wir sind in Doha angekommen!
Die erste Etappe wäre geschafft und wir kommen unserem Ziel etwas näher.
Es ist unbeschreiblich heiß hier und die Fleecejacke, die nicht mehr in meinen Rucksack gepasst hat, hätte wohl zuhause bleiben können..
Wir hatten einen super Flug - sind jedoch hundemüde - und warten nun auf den Anschluss nach Dar es Salaam.
Bis bald!

Endlich!


Die letzte Nacht in meinem Bett war atemberaubend und auch auf das anstehende leckere Frühstück freue ich mich rießig und werde es in vollen Zügen genießen, bevor ich mich auf die große Reise mache.

Meine letzte Woche hier in Deutschland war ganz schön stressig, aber auch wunderschön. Ich habe mich total über die Anteilnahme vieler lieber Menschen gefreut. Danke für die vielen Briefe, Emails, Anrufe und Besuche - es ist schön zu wissen, dass ihr hinter mir steht.

Ohne meine Mama hätte ich auch mein ganzes Hab und Gut (wobei ich mich sehr eingeschränkt habe) für ein Jahr niemals in meinen Rucksack pressen können - aber: wir haben es geschafft!
Ich glaube, die Aufregung muss sich wohl auch den letzten Millimeter in meinem Rucksack geschnappt haben, da ich sie bei mir selbst merkwürdiger Weise noch nicht finden kann.

Später geht es zusammen mit meinen Liebsten zum Flughafen und der letzte Abschied steht bevor... so schwer es mir fallen wird, kann ich dank vielen Vorbereitungen und viel Unterstützung von meiner Mama beruhigt mein großes Abenteuer antreten.

Das hier wird wohl mein letzter Post aus Deutschland sein, doch ich werde versuchen sobald wie möglich ein Lebenszeichen von mir zu senden.

Bis dahin:
Machts gut!
Und vielen Dank, für euer Interesse an meinem Weltfreiwilligenjahr - das nun endlich beginnt!

Sonntag, 2. September 2012

Schön, dass es euch gibt!


Ich kann diese 5 Tage kaum noch abwarten - wären da nicht meine tollen Freunde, die ich leider bei 23kg Gepäck zuhause lassen muss.
Es ist schön zu wissen, dass jemand hinter mir steht der mich auffangen wird, wenn es mir schlecht geht und der für mich da sein wird, egal wo ich mich gerade befinde.
Ein herzliches Dankeschön für den unvergesslich schönen Samstagabend mit euch!
Die vielen Tränen werden wieder kommen, das verspreche ich euch. In 356 Tagen wird es ähnlich sein  - denn dann habt ihr mich wieder!
Dieser Gedanke lässt meine Wehmut ein wenig in den Hintergrund rücken und lässt mich meinen Traum leben! DANKE!

 
Wenn man sich von den Bergen entfernt, so erblickt man sie erst recht in ihrer wahren Gestalt; so ist es auch mit Freunden.
Hans Christian Andersen

Sonntag, 26. August 2012

Countdown...

Der Abflugtag rückt immer näher...

Wenn ich zurückdenke, dass ich bereits Ende Januar die Zusage für mein Weltfreiwilligenjahr bekommen habe, liegt nun schon eine recht lange Vorbereitungszeit hinter mir.

Umso mehr freue ich mich nun auf meinen Abflugtermin, den ich kaum noch erwarten kann.

Mittlerweile habe ich alle notwendigen Impfungen, mein Visum liegt bereit, der (noch leere) Rucksack wartet auf 23 kg Gepäck und von einigen Freunden hab ich mich auch schon verabschiedet.

Ach ja... Thema Verabschiedung...

Es ist für mich schon ein etwas komisches Gefühl, wenn ich drüber nachdenke, dass ich meine Familie, Freunde, Nachbarn und sonst alle Bekannten 12 Monate nicht sehen kann. Ja heute habe ich z.B. vorerst das letzte Fußballspiel meines Bruders angesehen - merkwürdiges Gefühl...

Ganz egal, ich habe ein recht gutes Gefühl und freue mich täglich mehr auf mein Jahr in Tansania, auf die Zeit, wo ich vielen Kindern den Alltag etwas glücklicher gestalten kann, auf leuchtende Augen, auf neue Kultur, einfach auf alles neue!

Viele Spender haben mittlerweile dazu beigetragen, dass mein Spendenkonto gewachsen ist und dafür noch mal ein  herzliches Dankeschön! Es ist ein klasse Gefühl zu wissen, dass so viele Menschen mich mit finanziellen und materiellen Spenden unterstützen und mir eine glückliche Zeit in Mtwara wünschen.

Keine Sorge... ich werde weiter berichten!

Freitag, 6. Juli 2012

Noch 67 Tage ...


und dann heißt es "Baadaye. Kwa heri." - Tschüss!

Yippie, ich hab mein Fachabi bestanden und bin somit meinem Abenteuer wieder ein ganzes Stück näher - achja, meinen Rucksack habe ich mir auch schon gekauft.
Nach meinen Prüfungen habe ich gleich mit meinem 3-wöchigen Ferienjob begonnen und gearbeitet bis es nach Ägypten ging. Gemeinsam mit einer sehr guten Freundin habe ich eine Woche bei 45°C entspannt und wir haben es uns richtig gut gehen lassen.
Und nun komme ich von einem einwöchigen Vorbereitungsseminar für mein Weltfreiwilligenjahr. In der Jugendbildungsstätte Unterfranken hat sich sowohl der BDKJ Würzburg, als auch der BDKJ Bamberg getroffen.




Es war schön die Möglichkeit zu haben, mich mit "Gleichgesinnten" auszutauschen und bereits gesammelte Eindrücke und Erfahrungen zu teilen ... und natürlich endlich das Flugticket in den Händen zu halten
- es wird ernst!
Momentan ist alles ein bisschen stressiger, fast stressiger als zu meiner Schulzeit (so kommt es mir zumindest vor).





Kommende Woche steht dann noch die lang ersehnte Zeugnisübergabe an und eine Fahrt nach Prag, bevor es zu dem zweiten Seminar in Bad Staffelstein geht, bei dem ich hoffentlich noch einige wichtige Tipps und Tricks für meine Reise bekomme.
Ab dann wird nochmal fleißig gearbeitet und ein bisschen Geld verdient, um sich vielleicht auch die ein oder andere erlebnisreiche Reise in Afrika zu leisten ...

Mittwoch, 2. Mai 2012

die Zeit vergeht...

wahnsinn, in genau 19 Tagen beginnt mein Fachabitur!
Aber endlich, nach 12 langen Jahren ist mal ein Ende meiner Schulkarriere in Sicht, auch nicht schlecht.

Dann habe ich Zeit für alle Vorbereitungen und kann mich von dem Schulstress der letzten Wochen erholen.

Endlich weiß ich auch den Termin meiner Abreise - am  07. September startet das Flugzeig in mein neues Abenteuer. Ich kann es kaum erwarten!
Im Dezember war ich noch ganz gespannt, ob ich überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werde, dann wartete ich auf eine Entscheidung der Erlöserschwestern und nun erwarte ich sehnsüchtig den 07. September. Verrückt!

Jetzt wird mir auch bewusst, dass es kein Zurück mehr geben wird - aber das soll es auch gar nicht...

Zeitungsartikel Mainpost
04.05.2012
Ich weiß, ich werde vieles aus meinem momentanen Leben in diesem einen Jahr vermissen, aber ich werde auch ganz bestimmt viel Neues hinzugewinnen und lernen, dass ein Leben ohne materiellem Luxus lebenswert ist.

Ich bin mir sicher, die Zeit wird genauso schnell vergehen, wie das letzte Schuljahr ...