Sonntag, 26. August 2012

Countdown...

Der Abflugtag rückt immer näher...

Wenn ich zurückdenke, dass ich bereits Ende Januar die Zusage für mein Weltfreiwilligenjahr bekommen habe, liegt nun schon eine recht lange Vorbereitungszeit hinter mir.

Umso mehr freue ich mich nun auf meinen Abflugtermin, den ich kaum noch erwarten kann.

Mittlerweile habe ich alle notwendigen Impfungen, mein Visum liegt bereit, der (noch leere) Rucksack wartet auf 23 kg Gepäck und von einigen Freunden hab ich mich auch schon verabschiedet.

Ach ja... Thema Verabschiedung...

Es ist für mich schon ein etwas komisches Gefühl, wenn ich drüber nachdenke, dass ich meine Familie, Freunde, Nachbarn und sonst alle Bekannten 12 Monate nicht sehen kann. Ja heute habe ich z.B. vorerst das letzte Fußballspiel meines Bruders angesehen - merkwürdiges Gefühl...

Ganz egal, ich habe ein recht gutes Gefühl und freue mich täglich mehr auf mein Jahr in Tansania, auf die Zeit, wo ich vielen Kindern den Alltag etwas glücklicher gestalten kann, auf leuchtende Augen, auf neue Kultur, einfach auf alles neue!

Viele Spender haben mittlerweile dazu beigetragen, dass mein Spendenkonto gewachsen ist und dafür noch mal ein  herzliches Dankeschön! Es ist ein klasse Gefühl zu wissen, dass so viele Menschen mich mit finanziellen und materiellen Spenden unterstützen und mir eine glückliche Zeit in Mtwara wünschen.

Keine Sorge... ich werde weiter berichten!

Freitag, 6. Juli 2012

Noch 67 Tage ...


und dann heißt es "Baadaye. Kwa heri." - Tschüss!

Yippie, ich hab mein Fachabi bestanden und bin somit meinem Abenteuer wieder ein ganzes Stück näher - achja, meinen Rucksack habe ich mir auch schon gekauft.
Nach meinen Prüfungen habe ich gleich mit meinem 3-wöchigen Ferienjob begonnen und gearbeitet bis es nach Ägypten ging. Gemeinsam mit einer sehr guten Freundin habe ich eine Woche bei 45°C entspannt und wir haben es uns richtig gut gehen lassen.
Und nun komme ich von einem einwöchigen Vorbereitungsseminar für mein Weltfreiwilligenjahr. In der Jugendbildungsstätte Unterfranken hat sich sowohl der BDKJ Würzburg, als auch der BDKJ Bamberg getroffen.




Es war schön die Möglichkeit zu haben, mich mit "Gleichgesinnten" auszutauschen und bereits gesammelte Eindrücke und Erfahrungen zu teilen ... und natürlich endlich das Flugticket in den Händen zu halten
- es wird ernst!
Momentan ist alles ein bisschen stressiger, fast stressiger als zu meiner Schulzeit (so kommt es mir zumindest vor).





Kommende Woche steht dann noch die lang ersehnte Zeugnisübergabe an und eine Fahrt nach Prag, bevor es zu dem zweiten Seminar in Bad Staffelstein geht, bei dem ich hoffentlich noch einige wichtige Tipps und Tricks für meine Reise bekomme.
Ab dann wird nochmal fleißig gearbeitet und ein bisschen Geld verdient, um sich vielleicht auch die ein oder andere erlebnisreiche Reise in Afrika zu leisten ...

Mittwoch, 2. Mai 2012

die Zeit vergeht...

wahnsinn, in genau 19 Tagen beginnt mein Fachabitur!
Aber endlich, nach 12 langen Jahren ist mal ein Ende meiner Schulkarriere in Sicht, auch nicht schlecht.

Dann habe ich Zeit für alle Vorbereitungen und kann mich von dem Schulstress der letzten Wochen erholen.

Endlich weiß ich auch den Termin meiner Abreise - am  07. September startet das Flugzeig in mein neues Abenteuer. Ich kann es kaum erwarten!
Im Dezember war ich noch ganz gespannt, ob ich überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werde, dann wartete ich auf eine Entscheidung der Erlöserschwestern und nun erwarte ich sehnsüchtig den 07. September. Verrückt!

Jetzt wird mir auch bewusst, dass es kein Zurück mehr geben wird - aber das soll es auch gar nicht...

Zeitungsartikel Mainpost
04.05.2012
Ich weiß, ich werde vieles aus meinem momentanen Leben in diesem einen Jahr vermissen, aber ich werde auch ganz bestimmt viel Neues hinzugewinnen und lernen, dass ein Leben ohne materiellem Luxus lebenswert ist.

Ich bin mir sicher, die Zeit wird genauso schnell vergehen, wie das letzte Schuljahr ...

Asante!

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz ganz herzlich bei den Menschen bedanken, die mich bei meinem Vorhaben unterstützen - ganz egal in welcher Hinsicht.

Einen ganz besonderen Dank möchte ich meiner Mama widmen, die mich jeder Zeit und bei allen Vorbereitungen tatkräftig unterstützt. Danke Mama!

Vielen Dank auch an meine Schule, die mir den Pausenverkauf ermöglicht hat. Ich habe mich rießig über den unerwarteten Erlös gefreut. Jedoch möchte ich mich hierbei nicht nur bei meiner Schule, sondern auch insbesondere bei meiner Klasse bedanken, die mir bei den vielen Vorbereitungen unter die Arme gegriffen haben. Nicht zu vergessen die örtlichen Betriebe, die mit ihren zahlreichen Spenden mitgewirkt haben.

Ganz zum Schluss möchte ich mich auch bei all den Spendern bedanken, die mich sowohl finanziell, als auch materiell unterstützen. Ich freue mich über jeden Cent, der mir helfen wird andere Menschen und Kinder glücklich zu machen.

Tausend Dank!

Mittwoch, 4. April 2012

Wie alles begann ...


Die Idee eine gewisse Zeit im Ausland zu verbringen, hatte ich schon während der 10. Klasse in der Realschule. Dieser Traum wurde nach und nach immer zentraler für mich und jetzt, wo ich kurz vor dem Fachabitur stehe, steht meine Entscheidung, dass ich meine gewohnte Umgebung verlasse werde und für ein Jahr nach Afrika gehe.

Doch es ist nicht einfach damit getan diese Entscheidung für sich selbst zu treffen, viele viele Hürden muss man überwinden, um sein Ziel zu erreichen. Bereits im September 2011 habe ich begonnen im Internet zu recherchieren.
Nachdem ich auf die Seite von "weltwärts" (www.weltwärts.de) gestoßen bin, habe ich diese Institution kontaktiert und die Einladung zu einer Informationsveranstaltung gerne angenommen, welche dann am 05.11.2011 stattfand.
Bei dieser Veranstaltung habe ich viele Informationen über verschiedene Länder, Projekte und Möglichkeiten erfahren, die mir offen stehen. Da jedes Projekt im Einzelnen vorgestellt wurde, begeisterte mich insbesondere der Kindergarten in Mtwara und das Hospital in Litembo.
Nach diesem Tag wurde meine Entscheidung ins Ausland zu gehen nur bestärkt und ich begann mit meiner Bewerbung, welche ich dann endlich am 18.12.2012 verschicken konnte.
Bereits zwei Tage später bekam ich erfreulicher Weise eine Einladung zum Vorstellungsgespräch für das Krankenhaus in Litembo.
Mein erstes Vorstellungsgespräch fand allerdings am 19.01.2012 bei den Erlöserschwestern in Würzburg statt, welches von Schwester Franzeska geführt wurde.
Total angetan von unserem Gespräch wartete ich voller Vorfreude gespannt auf ihre Entscheidung.
Schon zwei Tage später kam der ersehnte Anruf ... ich war total nervös, als ich morgens die Nummer auf meinem Telefon sah. Doch alle Nervosität war umsonst - ich bekam die Zusage für ein Weltfreiwilligenjahr im Montessori-Center in Mtwara.
Ich konnte es gar nicht fassen und die Gedanken in meinem Kopf fuhren Achterbahn.

Wow, ich hatte es geschafft! Ein großer Schritt in Richtung Auslandsjahr war erfolgreich.

Doch trotz der Zusage freute ich mich auf das Vorstellungsgespräch des Litembo Hospitals mit Herrn Veeh. Obwohl mich dieses Projekt reizte und das Gespräch positiv verlief, entschied ich mich trotz alledem für den Montessori-Center in Mtwara.
Ungefähr einen Monat später lernte ich dann Melissa kennen. Das ist das Mädchen, welches das Jahr mit mir zusammen in Mtwara verbringen wird. Ich bin sehr sehr froh, dass wir uns von Anfang an super verstanden haben und möchte mich auch bei den Schwestern bedanken, dass sie uns beide ausgewählt haben.

"Weltwärts" kümmert sich zwar um sämtliche organisatorischen Aufgaben, doch muss ich die ganzen Impfungen, die jetzt nach und nach anstehen selbst über mich ergehen lassen. Mein Reisepass ist zum Glück schon angekommen und auch die ärztliche Untersuchung habe ich bereits überstanden.
Am 31.03.2012 habe ich alle anderen Freiwilligen (Brasilien, Kolumbien, Indien, Bolivien, Tansania) des "BDKJ Würzburgs" kennengelernt.
Es war ein super schöner, informativer Tag und in naher Zukunft wird auch unser Abflugtermin endlich feststehen.
Gestern bin ich von unserm ersten Vorbereitungstreffen zurück gekommen, welches in Münsterschwarzach bei den Benediktinerbrüdern stattfand. Die zwei Tage mit den 6 anderen Freiwilligen, die mit mir zusammen nach Tansania fliegen werden, waren schön. Wir hatten die Möglichkeit ehemaligen Weltfreiwilligen all unsere Fragen zu stellen und bekamen einen kleinen Einblick in die Sprache "Kisuaheli". Ich bin sehr froh, dass die Chemie untereinander stimmt und wir super miteinander auskommen - ich denke, wir werden gemeinsam viele schöne Abenteuer in Afrika meistern.